Einmal um den Blog…

Gehen Sie mit mir einmal um den Blog. Ich lade Sie dazu herzlich ein.

  • sachseninsitut

    Ich wünsche allen Geschäftspartnern und Kunden frohe und besinnliche Festtage sowie ein friedliches, gesundes und erfolgreiches neues Jahr 2022. Lassen Sie uns mit Schwung, Schaffenskraft, Witz und Kreatitität die Dinge hoffnungsvoll anpacken, die auf uns warten. Mit den Wünschen möchten wir unseren Dank ausdrücken. Danke für das Vertrauen in unsere Leistungen und die gute Zusammenarbeit! Lassen Sie uns diese fortsetzen.

  • sachseninsitut

    Die Feiertage und das Jahresende stehen vor der Tür? Wie sind Sie durch das Corona-Jahr gekommen? Hatten Sie Aufträge? Haben Sie staatliche Hilfen beantragen müssen? Hatten Sie wieder mit solch einem Winter gerechnet? Mit Verboten in der Erwachsenenbildung? In der Kultur?

    Das Unternehmertum stellt die Basis der wirtschaftlichen Entwicklung Deutschlands dar. Es gab im Jahr 2019 allein 2,2 Millionen Soloselbständige.

    Der Staat kommuniziert in dieser Angelegenheit unverständlich. Handlungsfolgen werden nicht bedacht und ist ein Selbständiger kein betriebswirtschaftliches oder Steuergenie, kommt das böse Erwachen spätestens bei der Einkommenssteuererklärung, da staatliche Hilfe steuerbarer Umsatz ist, der sich auf Einkommenssteuervorauszahlungen, gesetzliche Kranken- und Rentenversicherung auswirkt.

    Jetzt tut man so, als sei alles klar und rechtzeitig kommuniziert worden und fordert zu einem schlechtestmöglichen Zeitpunkt zurück.

    Schön wäre es gewesen, auf die Rückzahlung der Gelder, vielleicht teilweise, zu verzichten.

    Schön wäre es, wenn neue Unterstützungen durchdachter und zielgenauer aufgelegt würden.

    Das Sachsen Institut ist sehr gut durch dieses schwierige Jahr gekommen, konnte auf staatliche Unterstützung verzichten. Viele meiner Kollegen gelang es nicht. Ihnen wünsche ich ganz besonders ein erfolgreiches 2022, denn ihre Arbeit ist LEBENSRELEVANT. Eine Gesellschaft ohne Bildung und Kultur verhärtet, verroht und verblödet.

     

  • sachseninsitut

    Als ich mit 23 Jahren mein Studium beendet hatte und in einem meiner ersten Bewerbungsgespräche saß, fragte mich mein Gegenüber, ein älterer Herr, ob ich mit der Schneckenzange umgehen könne. Wie bitte? „Schneckenzange“, ratterte es durch meinen Kopf, „Was soll das sein?“ Ich dachte an einen Werkzeugkasten, den der Klempner mit dabei hat und aus dem er eine Rohrzange holt. Auf dem Nachhauseweg fiel mir dann ein, dass der Herr wohl ein Teil des Essbestecks meinte, mit dem man Schnecken knackt, um an ihren Inhalt zu kommen und diesen nach feiner französischer Art zu verspeisen. Nun ja, auf manchen Kundenempfängen ist das wohl wichtig. Der Umgang mit Schneckenzangen gehört jedoch bis heute nicht zu meinen Hauptkompetenzen, obwohl ich viele wichtige Regeln der Business-Etikette inzwischen verinnerlicht habe und dazu  Seminare und Coachings anbiete.

    Alte, überholte Regeln der Business-Etikette werden vielfach belächelt. Small Talk? Wer setzt sich zuerst? Wer stellt wen vor? Nun gut, es muss ja nicht gleich der Umgang mit Hummerscheren oder Schneckenzangen sein.

    Doch was machen wir mit Teammitgliedern, deren Handy immer im Meeting klingelt? Warum spricht die junge Mitarbeiterin am Tisch im Pausenraum nicht mit uns, sondern hat sich die Ohren wie jeden Tag verstöpselt und starrt auf ihr Smartphone? Warum ruft mich mein Chef noch um 21:30 Uhr an, weil er etwas von mir möchte? Darf er das? Darf ich in der Telefonkonferenz die Kamera auslassen, weil ich meine Sammlung von Murano-Glas und Matchbox-Autos niemand zeigen möchte? Gibt es überhaupt noch eine Kleiderordnung im digitalen Zeitalter? Wie begrüßt und verabschiedet man sich jetzt richtig in der Whats-App-Gruppe? Hat doch der Kollege schon wieder mein Postfach auf dem Rechner mit süßen Katzenvideos gefüllt… Darf der Chef E-Mail-freie Zeiten pro Tag für alle einführen? Sollte ich am Wochenende alle dienstlichen Geräte ausschalten? Wie sieht eine gute Online-Präsentation aus? Wie sprechen wir wertschätzend einen potenziellen neuen Geschäftspartner in Xing oder Linkedin an? Was sollten wir in Social Media von uns preisgeben?

    Fragen über Fragen… Was denken Sie? Brauchen wir ein verbindliches Digital-Knigge? Hätte der Freiherr von Knigge es längst erfunden? Wie gehen Sie mit Unsicherheiten um?

    Sind Sie neugierig, was ich im Bewerbungsgespräch noch gefragt wurde? Ja, man wollte wissen, ob ich Walzer tanzen kann. Die Stelle bekam ich trotz der positiven Antwort nicht. Es lag wohl an der Schneckenzange.

  • sachseninsitut

    Wer sucht es nicht: das Hilft-Immer-Kraut, den Trick 17, Tipps und Lösungen? Aus dem Wunsch nach schnellen, unkomplizierten Lösungen in vielen Bereichen unseres (Berufs)Lebens, etablierte sich über Jahrzehnte eine gewisse „Psychoszene“ in Training und Coaching.

    Kennen Sie die Ansätze des „Positiven Denkens“ der Tschakka-Typen, die postulieren: „Schaue früh in den Spiegel, lächele dich an und rufe: „Ich schaffe das!“? Nun ja, wenn ich früh in den Spiegel schaue, drücke ich Zahnpasta auf meine Zahnbürste, zähle neue Falten und überlege, ob in der Küche das Teewasser schon kocht. In gefüllten Hallen versprechen immer noch Gurus den schnellen Erfolg, Menschen steigen auf Stühle, vollführen gemeinsam La-Ola-Wellen und wundern sich, warum ihr Chef immer noch so blöd ist, nachdem sie die Halle verlassen haben. Mit positiven Denken müsste er doch netter geworden sein? Nein, das ist nicht 90er-Jahre-Style! Diese „Trainer“ gibt es noch immer!

    Kennen Sie die tausenden Persönlichkeitsanalyseverfahren wie MBTI oder DISG? Schublade auf, Mensch rein. Ich bin ENFJ und du bist ISTJ. Ich kannte einen Geschäftsführer, der trug sein MBTI-Profil wie ein Namensschildchen am Anzug und verlangte von seinen Mitarbeitern: „Ich bin dieser Typ! Stelle dich auf MICH ein! Wenn der Umgang mit mir schief geht, bist du schuld!“ Welche erfrischende Arroganz! Profile über Profile werden bestimmt und strotzdem geht die Kommunikation im Team oder zu Hause schief? Wann haben Sie zuletzt die Validität dieser Verfahren überprüft?

    Kennen Sie Organisationsaufstellungen? Wie weit steht Monika von Wolfgang entfernt? Wer steht dazwischen? Was sagt das über deren Zusammenarbeit aus?

    Kennen Sie Graphologie? Die Unterlängen des Buchstabens „g“ geben Auskunft über Ihr Sexualleben. Das glauben Sie nicht! Doch, das ist psychologisch erwiesen!

    Haben Sie mir schon einmal im Sinne des NLP oder der Suggestopädie fest in die Augen geschaut und über Nacht alle Vokabeln gelernt oder den schwierigen Verhandlungspartner mit Ihrer Augenbewegung zu einem anderen Angebot bringen können?

    Vielleicht schwitzen Sie auch gerade beim Hot-Yoga, führen die fünf Tibeter aus oder eine esogetische Farbpunktur durch? Sind Sie Bachblütler?

    Wenn Sie jetzt schmunzeln müssen, hätte ich mein Ziel erreicht, denn lassen Sie auch Ihre Unternehmensbilanz auspendeln oder buchen einen Schamanen, bevor Sie die Excel-Tabelle erstellen? Überall dort, wo 3*3 nicht gleich 9 ist, wo wir differenzierter, bedachter und gut vorbereitet vorgehen müssen, vertrauen wir allzu schnell Experten, die manchmal keine sind.

    Hinzu kommt unsere Testgläubigkeit, auch BARNUM-Effekt in der Psychologie genannt. Der Zirkusdirektor Phineas Taylor Barnum hatte einst das Erfolgskonzept, das auf dem Motto beruhte: „Ein bisschen für jeden!“ So zeigte er in seinem Kuriositätenkabinett sehr unterschiedliche und erstaunliche Dinge. Der zweite Grund für die Benennung der Testgläubigkeit nach ihm war sein Ausspruch: „Jede Minute wird ein neuer Trottel geboren“. Nun stellen Sie sich vor, ein Guru im weißen Kittel verliest vor Ihnen eine Beurteilung, die folgendermaßen beginnt: „Sie brauchen unbedingt Menschen um sich, die Sie mögen und bewundern. Sie verfügen über ungenutzte Fähigkeiten, die Sie nicht zu Ihrem Vorteil nutzen. Obwohl Sie einige persönliche Schwächen haben, sind Sie im allgemeinen in der Lage, diese auszugleichen…“ usw. usf. Nicken Sie heimlich? Trifft das auf Sie zu? Sind Sie „Jedermann“, der Barnumsche Trottel? Bitte beachten Sie, dass es noch andere „Jedermanns“ gibt, z.B. den in Salzburg, gerade von Lars Eidinger meisterhaft gespielt.

    Bitte stellen Sie sich vor, die oben erwähnten Verfahren, die immer nach dem Prinzip funktionieren: „Es nützt nicht viel, schadet aber auch nichts.“ wenden Sie in Ihrem Unternehmen an. Alle werden zufrieden sein, keinem wird weh getan. Niemand wird an- oder aufgeregt. Bringen sie dann Entwicklung? Helfen sie Lösungsansätze zu erstellen? Wohl nicht. Sie helfen jedoch, die vermeintlichen Experten etwas reicher zu machen.

    Vertrauen Sie den Fachlebensläufen derer, die Sie buchen? Welchen? Werden Sie und Ihr Team zur Reflexion und Metareflexion angeregt? Welcher Methodenmix wird Ihnen wozu geboten? Hinterfragen Sie Angebote, Erfahrungen und Qualifikationen von Coachs und Trainern!

    Malen Sie gerade bei Vollmond ein Mandala aus, um Ihren Zorn über diese Worte zu besänftigen? Malen Sie weiter! Es ist psychologisch erwiesen, dass Sie bei Neumond über die Linien kritzeln werden.

     

  • sachseninsitut

    „Wenn man Digitalisierung richtig betreibt, wird aus einer Raupe ein Schmetterling. Wenn man es nicht richtig macht, hat man bestenfalls eine schnellere Raupe.“ (Georg Westerman)

    Schon wieder eine langweilige TelKo? Die Teilnehmer wären lieber bei Ihnen im Seminarraum? Der eine muss kleine Kinder betreuen, der nächste findet es öde, den nächsten langweilt die Inaktivität der anderen? Warum will niemand die Kamera einschalten? Fällt schon wieder der Router aus? „Halloooo, bin ich zu hören?“ Warum funktioniert meine Kamera nicht? „Moment, ich höre Sie nicht, mein Nachbar arbeitet gerade mit der Bohrmaschine.“ „Das strengt so an. Mir tun die Augen weh.“ „Ist das die Straßenbahn, die da quietscht? So verstehen Sie mich doch gar nicht. Steigen Sie doch erst einmal aus der Bahn aus, ehe Sie mir weiter folgen.“ Das muss so nicht sein! Gestalten Sie Ihre e-learning-Angebote lebendig, witzig und abwechslungsreich!

    Was ist aus uns im Lockdown I und II in den vielen Stunden vor dem Notebook geworden? Die Meinungen von Seminarleitern, Trainern und Coachs sind geteilt. Manche lieben ihre Freiheit vorm Rechner: kein langer Weg ins Hotel oder in einen Seminarraum stand an. Manche aber hassten die immer gleiche Strecke zwischen Arbeitszimmer, Kaffeemaschine und WC. Der eine oder andere musste daran denken, vorher die Tür zu schließemn oder den Audio- und Kameraempfang zu beenden, bevor er die Toilettenspülung betätigte oder den Reißverschluss der Hose nach oben zog. Der Spaziergang um den Block oder der Gang in den Supermarkt wurden zum Highlight des Tages.  Wir fühlten uns einsam. Kein ungläubiger Blick zeigte uns, ob etwas verstanden wurde oder noch einmal erklärt werden musste. Vom Mausarm, verspannter Schultermuskulatur und den dazu gekommenen Kilos wollen wir gar nicht erst anfangen…

    Wir Lehrende fragen uns jedoch immer wieder, wie es weitergehen wird. Werden wir in eine Gesellschaft der sozialen Distanz wechseln? Kommt auch in der Erwachsenenbildung eine Form auf uns zu, die weitgehend auf körperlichen Kontakt und physische Nähe verzichtet? Fallen ermutigendes Schulterklopfen und der vertraute Handschlag für immer weg?
    Oder führt das Zuviel vor den Monitoren zu einer Intensivierung menschlicher Kontakte und auch der Präsenzveranstaltungen? Bleibt alles beim Alten? Vielleicht bekommt aber das Digitale und Effiziente nochmal einen Schub und wird unseren Arbeits- und Lebensstil dramatisch verändern. Rückt dann Betriebswirtschaft in den Fokus und nicht mehr der Lernende? Große Bereiche der persönlichen analogen Kommunikation werden möglicherweise durch digitale Techniken ersetzt. Home-Learning, Video-Konferenzen, Lernen mit virtuellen Brillen, Apps, Scrum-Manager… Gibt es einen fortführenden Boom an digitalen Geschäftsmodellen, werden vorhandene analoge Formen mehr und mehr umgestellt? Schießen neue Geschäftsmodelle wie Pilze aus dem Boden? Kommt es mit der voranschreitenden Digitalisierung auch zu einer Renaissance bzw. Verstärkung veralteter Kulturtechniken? Erlebt Business-Etikette im Miteinander ihre berechtigte Renaissance?

    Das Sachsen Institut hilft Ihnen bei der Vor- und Nachbereitung der Online-Seminare, Kombination unterschiedlicher Medien, der Mischung aus Präsenz und rechnergestütztem Lernen, Umgang mit unterschiedlichen e-learning-Modulen, Methoden im webinar für das Kennenlernen, Organisatorisches, Inhaltliches, Feedback, bei online-Rollenspielen und -Coaching. Vielleicht entdecken Sie auch ein paar Spiele mit Witz und Esprit.

    Und denken Sie immer daran: Eine Gesellschaft ohne eine ausgeprägte persönliche Nähe und ohne analoge Kommunikationsformen verliert den Zusammenhalt und verödet. Schließlich wollen wir keine schnellere Raupe sein, sondern warten auf die Metamorphose.