Reifegrad und Infantilismus im Geschäftsleben

Vonsachseninsitut

Reifegrad und Infantilismus im Geschäftsleben

Die Menschen starten immer später ins Berufsleben. Rund 28 %  haben dabei überzogene Karriereerwartungen, sagen Studien. „Ich will was mit Gruppen…“ oder „Ich will was ohne Menschen…“ als Berufserwartungen in einem Alter von 20-40 Jahren sind ebenso kindisch und unrealistisch wie mit Avataren gesteuerte elektronische Weiterbildungen. Diese und weitere Varianten des Kindseins in der Business-Welt begegnen mir immer häufiger. Wir sind von Kindsköpfen umgeben und sind es manchmal jedoch auch selbst. Das Kind in uns zieht es zum Schaukeln auf den Spielplatz, zum Duzen von uns unbekannten Kunden, zu legerer Freizeitkleidung im Alltag und Beruf. Infantil ist die Sehnsucht mündiger Erwachsener nach Unreife. Infantil ist die Weigerung, altersbedingte Grenzen anzuerkennen – zwischen dir und mir, alt und jung, Mann und Frau, Mitarbeiter und Vorgesetztem, Wissen und Unwissen. Niemand macht Kindern einen Vorwurf, wenn sie unbedarft die Hand nach einem Hund ausstrecken, der sie nicht kennt. Das Tier schnappt zu. Wir wissen das. Oder wenn sie alle in ihrer Umgebung duzen, auch die ältere Generation, auch Fremde. Sie gehen interessengeleitet vor, heute das und morgen jenes steht in ihrem Fokus. Kinder dürfen das. Und wir Erwachsenen in unserer Business-Welt?

Erwachsene, die wie ein Kind agieren, das sie nicht mehr sind, stellen einen traurigen Fall dar. Sie fingieren einen Stand von Unmündigkeit, den sie überwunden haben sollten, um ihren Beitrag für ein Unternehmen leisten zu können. Sie berufen sich auf jenen Verstand, auf den sie verzichten. Dem sozialen Zusammenhalt im Beruf schaden sie, denn sie ignorieren wesentliche Entwicklungen. Jeder Sinn für Gemeinschaft verkümmert, wenn wir im Stil der Sesamstraße miteinander verkehren. Infantil ist auch die Idee, in der Sprache „böse“ Worte durch „gute“ ersetzen zu können und Probleme lösen sich von allein.

Schaut man in die Psychologie, ist Infantilismus eine Form von hemmungslosen, undisziplinierten Verhaltensweisen wie beispielsweise Trotz, Egozentrik oder Imponiergehabe oder allgemein im Fehlen einer altersentsprechenden Selbst- und Metareflexion und mündet in eine soziale und emotionale Unreife.

Marketingexperten verwandeln in Werbung und Verkauf die Tendenzen inzwischen lange in Geld.

Wie arbeite ich im Unternehmen jedoch mit mündigen, erwachsen denkenden Mitarbeitern zusammen? Wie können aus Mitarbeitern, die sich „verhalten“ Mitarbeiter werden, die handeln? Was macht Schillers Unterschied zwischen Brotgelehrten und dem philosophischem Geist aus?

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